FREE SOUNDS FESTIVAL




Michela Rabbia

Der Verein Conductus präsentiert in Zusammenarbeit mit kunst Meran, ANPI Bozen und dem Landesprojekt Geschichte trifft Zukunft: 1809 – 2009

das Festival
Free Sounds FESTIVAL
Klänge der Freiheit
25. – 26. April 2009

“Mir gefiel es einfach... alles war neu, alles war schön. Und man dachte: vielleicht ist sie so, die Demokratie”(Erinnerungen eines Partisanen der Division “Pinan Cichero”

 

Zwei Tage Musik, Theater und Gespräche über den Sinn und die mögliche Auslegung des Begriffs Freiheit. Anlass ist der 25. April, der Tag der Erinnerung an die Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus sowie  das Thema „Freiheit“ im Gedenkjahr von Andreas Hofer.
Das Musikfestival Free Sounds findet am 25. und 26. April an verschiedenen Orten in Meran statt.
Musikalische Improvisationen, selbst Ausdruck der Freiheit, durchdringen diese Veranstaltung, deren Konzerte sich an verschiedenen Orten mit anderen Initiativen abwechseln. Höhepunkte sind dabei der Vortrag des Historikers Manlio Callegari über die Partisanen in den Bergen, eine Vorpremiere des Projekts „Tirolerland wie bist du...?“, das Südtiroler DichterInnen aller drei Sprachgruppen in einer öffentlichen Lesung Stimme verleiht. Weiters findet die Aufführung „Olga - die Erinnerungen einer Partisanin“ ein Monolog mit Johanna Porcheddu nach der Musik von Marcello Fera statt. Zum Abschluss des 25. April wird am Abend mit dem Dj Raffajet auf der Bühne des Stadttheaters getanzt. Am Sonntag, 26. April endet das Festival Free Sounds mit der Autorenlesung bei kunst Meran.
Doch in welcher Verbindung steht der Festtag des 25. April mit dem Free Sounds Festival? Am italienischen Befreiungskampf waren außer dem späteren MSI all jene politischen Kräfte beteiligt, die nach dem 2. Weltkrieg die konstitutionelle Staatspolitik prägen sollten, sogar die Monarchisten. Manche der Befreiungskämpfer hatten überhaupt keine definierte politische Anschauung. Im Untergrund und in der Abgeschiedenheit der Berge übernahm eine Generation von 20 Jährigen, groß geworden unter dem faschistischen Regime, die Verantwortung jene Freiheit und Demokratie zu erfinden, erdenken und umzusetzen, die sie nie kennen gelernt hatten. Nun erträumten sie sich diese für ihre und ihrer Kinder Zukunft. Die Suche nach einer sinnstiftenden Freiheit ist also die kreative Energie, die der Geschichte der italienischen „Resistenza“ zugrunde liegt und deren imaginative Kraft weit über die Tragödie, die Opferbereitschaft und das Heldentum der Einzelnen hinwegreicht.
Das Festival Free Sounds will dieses Potential an Kraft und Kreativität wieder aufgreifen, um jenen grundlegenden Ereignissen der Geschichte Italiens zu gedenken. Das Festival Free Sounds schlägt eine Brücke zwischen dem Geist und der Vorstellungskraft jener Tage und den kreativen Ausdrucksmöglichkeiten unserer Zeit.

 

 

Samstag, 25. April 2009, 13.00 h

Antisonic im Schloss Kallmünz
Experimentelle elektronische Improvisationsmusik
... ein anderes Gefühl für Instrumente, für die Wahrnehmung der Klänge...

Partigiani di montagna 16.00 h
Schloss Kallmünz
Vortrag des Historikers Manlio Calegari: der Widerstand in den Bergen als
Werkstatt für die Freiheit. (in italienischer Sprache)

Michele Rabbia | Solo Drums 17.30 h
Puccini Stadtheater
Musik pur – Worte, Bewegungen, Klänge
Geflüster, Drehungen, Tonzeichen – Solo Drums

Günther Pitscheider | Christoph Irmer 19.00 h
Puccini Stadtheater
Freiheit der Töne - Grenzen der Freiheit
Duo für Violine & Kontrabass

Olga, ricordi di una resistente 20.30 h
kunst Meran, Sparkassensaal
Monolog nach einem Text von Manlio Calegari, Musik von Marcello Fera

Johanna Porcheddu –Schauspielerin
Marcello Fera –Violine
Alexandra Pedrotti –Klarinetten
(Uraufführung)

Interaction for freedom 22.00 h
Puccini Stadtheater
Die Musiker des Festivals improvisieren gemeinsam.

DJ Raffajet | Sonarmigration 23.00 h
Puccini Stadtheater
Die Musiker des Festivals improvisieren gemeinsam.
In einem Zeitalter, in dem Grenzen für viele unantastbar scheinen, beschreibt die Musik eine Wanderung jenseits der Territorialität.

 

Sonntag, den26.04.2009

Tirolerland, wie bist du...? 11.30 h

kunst Meran, Sparkassensaal
Autorenlesung: Figuren und Episoden / gelebt und geschehen im Tirolerland
/ geschichtlich fundiert, mythologisch verankert oder erdichtet / vergegenwärtigt in Liedtexten von 25 Südtiroler und Nordtiroler AutorInnen

Einheitspreis für alle Veranstaltungen € 12,00
Kartenvorverkauf bei kunst Meran und vorort

 


peter matthias pflug: raumbezüge/ 2008


peter matthias pflug    raumbezügeProjektionsfotografie

Der aus Innsbruck stammende Künstler Peter Matthias Pflug zeigt vom 01. April bis 30. Mai 2009 im Cafè Kunsthaus, Meran Fotoarbeiten, die 2003 während einer Studienfahrt in die Hochprovence entstanden sind. Es handelt sich dabei um eine sehr persönliche Art der Dokumentation von romanischen Bauten in einer historisch interessanten Gegend.

Pflug hat nach einer gründlichen Recherche der Architektur der Sakralbauten deren Lichtverhältnisse studiert und die Räume auf sich wirken lassen. Pflug wurde zu diesem Projekt zwischen Kunst und Recherche durch ein Symposiums des Innsbrucker Universitätsprofessors Helmut Reinalter angeregt, das im Zeichen von Wissenschaft und Kunst stand. In Meran wird ein Teil der in der Provence entstandenen Fotografien gezeigt.

Wir laden alle Interessierten am 01.04.09, um 21.00 Uhr zu einem Umtrunk ins Cafè Kunsthaus ein. Der Künstler ist anwesend.

Zur Eröffnung spricht: Rudi Ingruber, Leiter der Kunstwerkstatt Lienz.

Peter Matthias Pflug ist 1967 in Innsbruck geboren, wo er lebt und arbeitet.Seit 1994 wirkt er als freischaffender Künstler und experimentiert mit unterschiedlichen Techniken. Bei verschiedenen Auslandsaufenthalten und Studienreisen nach den Niederlanden, Schweden, Island, Grönland, Schweiz, Italien und Kalifornien hat sich  der Künstler mit den Medien Fotografie und Video auseinandergesetzt und zahlreiche Werke geschaffen.
Pflug malt auch mit Russ auf Glas und  diese künstlerische Technik hat zu hervorragenden Ergebnissen geführt.
2001 wurde P.M. Pflug in die Tiroler Künstlerschaft aufgenommen.




peter matthias pflug: raumbezüge/ 2008

Musik und Wort VIII Ausgabe


Freitag, 20. März 2009

Meran, Hl. Geist Kirche, 20.30 Uhr

Freier Eintritt

Am Freitag, 20. März 2009 findet die 1. Veranstaltung der VIII. Ausgabe von Il Suono e la Parola - Musik und Wort statt, einer musikalisch-literarische Veranstaltungsreihe für die Fastenzeit, die aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Verein Conductus, dem Meraner Musikverein, kunst Meran, der Pfarre Hl. Geist und der Evangelischen Pfarrgemeinde von Meran hervorgeht.

Diese Veranstaltungsreihe hat sich zum Ziel gesetzt Musikstücke mit literarischen Texten zu verbinden, die jedes Jahr ein anderes existentielles Thema beinhalten. Der thematische Schwerpunkt der heurigen Veranstaltungen setzt sich mit den Begriffen von Gut und Böse auseinander und versucht durch eine kleine literarische Rundschau die Unangemessenheit dieser beiden ethischen Begriffe zu analysieren, wenn man sie auf den Menschen projiziert und in Verhältnis mit dem Absoluten setzt, das die christlich-jüdische Tradition vorgibt: nur Gott ist gut. Die Texte wurden gemeinsam mit dem kulturellen Rat der Pfarre Hl. Geist gewählt und sind vornehmlich Gedichte von Primo Levi und von Martin Buber gesammelte Chassidische Erzählungen.  

Der musikalische Part dieser 1. Veranstaltung am Freitag, 20. März in der Hl. Kreuz Kirche von Meran (20.30 Uhr – Eintritt frei) verspricht eine ungewöhnliche Musikformation aus zwei Violinen, einem Violoncello und Elektronik. Diese unterhaltsame und interessante musikalische Reise beginnt bei der seltenen Perle der Suite für  Solo Violoncello  Op. 72 von Benjamin Britten, führt über eine Reihe von Violinduetten unterschiedlicher Komponisten ( u.a. Bartok und Ligeti) zu zwei wichtigen Stücken für Solo Instrument und Elektronik führt. Außerdem erwartet das Publikum als spannende Uraufführungen die Duettensuite des algerischen Komponisten Salim Dada und Aliomodo für Violoncello und Elektronik von Marcello Fera. Der bekannte Violinist Giacomo Agazzini, die Violoncellistin Ulrike Brand, eine große Expertin zeitgenössischer Musik, und der Komponist und Elektronikexperte Carlo Benzi sind die außergewöhnlichen Gäste dieser Veranstaltung, die gemeinsam mit Marcello Fera das eigenwillige Programm des Abends präsentieren. Die Schauspielerin Enrica Origo ist mit der Lektüre der Texte betraut.

 Die Veranstaltungsreihe wird dieses Jahr von der Autonomen Provinz Bozen, dem Referat für Kultur der Stadtgemeinde Meran, der Stiftung Südtiroler Sparkasse und Etschwerke AG unterstützt.

 




Foto: Christian Martinelli

Eduard Habicher - DRAWING SPACE




Attraverso


Zur Eröffnung der diesjährigen Ausstellungssaison zeigt kunst Meran parallel zur Architekturausstellung Zeitgenössische Architektur in Finnland (31.01 ? 13.04.2009) die Werke zweier Meraner Künstler, deren Arbeit sich zwischen Skulptur, Architektur und Fotografie bewegt.
Nach der ebenfalls von Valerio Dehò kuratierten Ausstellung housing, die dem Bildhauer Ulrich Egger gewidmet ist, präsentiert kunst Meran vom 07. 03. bis zum 13.04 2009 die Skulpturen von Eduard Habicher.

Habichers Arbeit konzentriert sich auf das schwere Metall, das er dem Raum gegenüberstellt und biegsam, fast leicht werden lässt. Durch seine Interpretation der Skulptur verzichtet Habicher im Namen der Leichtigkeit auf die Masse und die definierten Volumen. Die Energie der menschlichen Arbeit und des Metalls paart sich mit der Idee einer essenziellen und primitiven Sprache, in der sich die gebogene Materie durch Zeichen ausdrückt. Die Materie biegt sich nach dem Willen des Künstlers, erfindet Arabesken, Knoten, die sich frei in den Raum bewegen als wären sie geistige Projektionen. Vor der Form aber steht die Notwendigkeit des Künstlers, Eisen, Blech und Eisenträger zu unterwerfen. Sie werden zu etwas Anderem, Neuem, sie werden zu einem Zeichen, das auf eine Schrift wartet, die es auffangen und darstellen möge.


Graphikausstellung




Rina Riva, 2009

10.03. - 20.03.2009_Sparkassensaal
Graphikausstellung des Institutes fuer Kunstgrafik

"Pfarrkirche Heilige Geist, eine Kirche im Laufe der Zeiten"

Eröffnung am 10.03.2009, um 19 Uhr mit eine Einführung von della Dr. Anna Pianca un von Dr. Anke Stampfer

Mit Werken von: Rina Riva, Renate Hausbrandt Gruber, Margaretha Pertoll Britenberger, Ulrika Schmalzl Bonifacci, Christa Tappeiner, Renato Pedrotti, Costanze Brahn, Anna Pianca


Zeitgenössische Architektur in Finnland




Maritime Centre Vellamo, 2008 | Architects Lahdelma & Mahlamäki | Photographer: Jussi Tiainen

Zeitgenössische Architektur in Finnland
31.1.-13.4.2009
Eröffnung: 30.1.2009, 19:00

in Zusammenarbeit mit der Finnischen Botschaft, Rom

Die Ausstellung Zeitgenössische Architektur in Finnland zeigt ausgewählte Projekte zeitgenössischer finnischer Architektur, die neben ihrer hochwertigen funktionellen und technischen Qualität durch die besondere Fähigkeit bestechen, die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Entsprechend der natürlichen Ressourcen Finnlands kommt viel Holz zum Einsatz. Große Mengen von Tageslicht strömen in den Innenraum.
Eine Auseinandersetzung mit der Natur, der Kraft ihrer Formationen, der Integration in die Landschaft, und dem Niederschlag der Jahreszeiten im Innenraum der Gebäude zeugen von Feinsinn der Planer.
Gerade die ?Normalität?  vieler der ausgestellten Bauten ist die eigentliche Neuheit und bedeutet den Bruch mit dem ästhetischen Übermaß vieler Bauten der jüngsten Vergangenheit.

 

kuratiert von Arianna Callocchia